Ein Konzert der Sonderklasse präsentierte heuer wiederum die Polizeimusik Wien mit ihrem Dirigenten Landeskapellmeister Herbert Klinger. Aufgrund des regen Zuspruchs in den vergangenen Jahren gab es diesmal zwei aufeinander folgende Konzertabende im Odeon Theater. Die Richtigkeit dieser Entscheidung bewies die Tatsache, dass an jedem Abend die Besuchergalerie auf den letzten Platz gefüllt war.

Höhepunkte des Polizeimusikkonzertes war zweifellos die „Symphonie Nr. 4“ von Johann de Meij unter Mitwirkung der Young HIB-Voices, eines sehr engagierten und musikbegeisterten Chors der Unterstufe des BRG Wien III, Boerhaavegasse, sowie der stimmlich ausgezeichnet veranlagten Sopranistin Eva-Maria Schmid, einer Absolventin der Musikuniversität Wien. „Dry your Tears, Afrika“ von John Williams, Hermann Regner´s „Kleiner Marsch, der gern eine großen Fuge geworden wäre“, sowie „October“ von Eric Whitacre, dirigiert von Kpmstv. Stefan Gottwald, waren die weiteren Programmpunkte der musikalisch exzellenten Darbietungen im ersten Teil.

Im 2. Teil des Abends überzeugte auch das Gastorchester, die Akademische Bläserphilharmonie Wien unter dem Dirigat von Andreas Simbeni, mit ihrem hohen musikalischen Niveau das blasmusikbegeisterte Publikum. Die „Grand Ouvertüre“ von G.W. Rauchenecker in einem Arrangement von Andreas Simbeni, „“Traveler“ von David Maslanka sowie der 3. Satz – „Statue des Zeus“ aus „Die sieben Weltwunder“ von Alex Poelman wurden bestens interpretiert. Mit Albin Zaininger´s „Short Stories von unterwegs“ begleitete ein kleineres Ensemble der ABW die hervorragende solistische Darbietung von Natalie Schoina auf der Querflöte.

Ein Konzertabend, der das anspruchsvolle Publikum vom hohen Niveau der Blasmusik in Wien nicht nur überzeugte, sondern restlos begeisterte, und vom Sprecher Gerhard Hofbauer professionell durch das Programm geführt wurde.

Johanna Reiter